• Doors Open: 21:00
    retten die Welt (mal wieder)!

    Karten gibts im Vorverkauf bei Koka36

    Der Link zum Facebook Event

    Gipfeltreffen der Kreuzköllner Underground-Ikonen:
    The Incredible Herrengedeck und Fokko Wolkenstein stellen gemeinsam ihre neuen Alben vor!
    Am 5. April (21 Uhr) laden die beiden Berliner Bands zur großen Sause ins SO 36. Unter dem Motto «The Incredible Herrengedeck & Fokko Wolkenstein retten die Welt
    (mal wieder)» erwartet die Besucher eine grandiose Doppel-Show mit zahlreichen Special Guests und rauschender Aftershowparty. Ein Record-Release-Abend, der seine Schatten voraus wirft wie kaum ein Zweiter – schließlich zählen beide Formationen zum Unterhaltsamsten, was die Hauptstadt derzeit zu bieten hat. The Incredible Herrengedeck gelten längst als landesweiter Geheimtipp, und auch die Zwei-Mann-Entertainment-Maschine Fokko Wolkenstein hat die Herzen der Berliner Bohème im Sturm erobert.
    Gemeinsam haben diese fünf Superhelden das Potential die Welt zu retten. Oder ihr zumindest einen unvergesslichen Abend zu bescheren.
    Dabei trifft Anti-Schlager auf Chanson-Punk, Nonsens auf Punkrock und Unplugged-Elektro auf Akustik-Rap.
    Untermalt wird das musikalische Treiben von liebevoll ersonnenen Fantasie-Charakteren, Heavy-Posing und feinster Publikums-Animation. Wer immer schon mal
    wissen wollte, wie sich kreative Tausendsassas in freier Wildbahn verhalten, sollte sich das nicht entgehen lassen.

    The Incredible Herrengedeck und Fokko Wolkenstein retten die Welt!
    (mal wieder)
    Doppel-Release-Konzert mit Special Guests und Aftershowparty
    Samstag, 05.04.2014, 21:00 Uhr
    S036, Oranienstraße 190, 10999 Berlin
    www.herrengedeck.org
    www.fokkowolkenstein.de

    Foto: Sebastian Klatt

    The Incredible Herrendeck

    Drei Typen, drei Akkorde, Konfetti und die Kraft der Imagination. The Incredible Herrengedeck machen noch aus der kleinsten Bühne ein Stadion-Konzert. Also
    Musikkabarett im Stadion. Oder Stadion-Konzert im Kabarett. Oder wie sie selber sagen: „Chanson Punk – Live in deinem Eckstadion“.
    Seit acht Jahren mischen die Jungs regelmäßig die Berliner Bühnen auf, touren durch Deutschland, die Schweiz und bis nach Kasachstan. Fehlende Details wie
    Lichtshow, Lautsprecherwände und Pyrotechnik denkt sich das Publikum einfach dazu. Im Gegenzug würfeln die drei Berliner mit Klavier, Kontrabass und Gitarre die
    Genres der letzten 100 Jahre Popgeschichte zu einem ordentlichen Stück Musik zusammen – das Fundament für ihre politisch-satirischen Texte und für jede Menge
    gute Laune.
    Im April 2014 legt das Trio nun sein drittes Studioalbum “Alles nur Gelaber? Die Audioaufnahme als Medium der Selbstreflexion des Individuums in der spätkapitalistischen Gesellschaft” vor. Eine hochwissenschaftliche Arbeit des Fachbereichs Beerbased Products and Three Chord Science, in der Themen wie Prokrastination, der
    Konjunktiv des Lebens, Privatfernsehen, gemeinnützige Vereine, verdeckte Ermittlungen in Imbissbuden, das Lebensmotto YOLO und viele weitere wichtige Fragen
    analysiert werden.
    The Incredible Herrengedeck “Alles nur Gelaber? Die Audioaufnahme als Medium der Selbstreflexion des Individuums in der spätkapitalistischen Gesellschaft”
    Das neue Album ab 05.04.2014
    Fotos: Sebastian Klatt
    The Incredible Herrengedeck – 100 Jahre feinster Berliner Chanson-Punk

    Fokko Wolkenstein

    Feinster Berliner Anti-Schlager
    Fokko Wolkenstein sind vor allem eins: über ihren Zenit hinaus. Macht aber nichts, denn der Abstieg des sympathischen Hallodri-Duos hat gewissermaßen Methode.
    Was soll denn auch noch kommen, wenn schon das Debüt-Album den Namen «Ihre größten Erfolge» trägt?
    Sei’s drum, 2014 rennen Hanno Harzbecker und Hannes Hoepfner mit Anlauf Richtung Abgrund. An den Füßen Siebenmeilenstiefel, und im Gesicht ein breites Grinsen.
    Fragt sich nur, warum das alles. Die Antwort: Weil sie nicht anders können.
    «Es geht uns nicht darum, die Welt zu retten», sagen Fokko Wolkenstein, «es geht darum, uns selbst zu retten.» Das Hadern mit der Welt da draußen, dieses latente Nichteinverstandensein; all die Dinge, die sie tagein tagaus den Kopf schütteln lässt. Das alles muss mal raus.
    Für diesen Entschluss muss man ihnen mehr als dankbar sein, denn Fokko Wolkenstein sprechen einem aus der Seele. Dieses Leben zwischen Entfremdung und
    Gewinnmaximierung, wer soll das ertragen? «Alle ham‘ kein Bock mehr, alles aus Pommes Frites», wie Fokko Wolkenstein zu sagen pflegen. Spätestens nach diesem
    Satz ahnt man: Mit verkopfter Weltverbesserei hat das alles nichts zu tun. Mit einem kräftigen Durchlüften der eigenen Befindlichkeiten dafür umso mehr.
    Im Sommer 2013 haben sich Fokko Wolkenstein dorthin zurückgezogen, wo schon vor Jahren alles vor die Wand gefahren ist. In eine Industrieruine in Brandenburg. Für
    ihre augenzwinkernde Abrechnung haben sie dort ihr eigens erfundenes Genre «Anti-Schlager» weiterentwickelt. Mit Füßen aus Bratze und Deichkind, einem Kopf aus
    Goldenen Zitronen und tiefer Seelenverwandtschaft zu Gisbert zu Knyphausen.
    Wer Fokko Wolkenstein auf der Bühne erlebt, ist dem Charme der Zwei-Mann-Kapelle in Windeseile erlegen.
    Denn ihren aussichtslosen Kampf gegen das Böse bestreiten sie mit entwaffnenden Mitteln. Fokko Wolkenstein sind mehr C-3PO als Terminator, fast erinnern sie an
    eine Art Dick und Doof reloaded. Sie spielen mit absoluter Hingabe – und haben vor allem das, was ihnen in dieser kalten, beschissenen Welt am allermeisten fehlt:
    Herz.
    Zum Ende ihrer Shows bleiben sie zurück als menschgewordene Klumpen aus Glückseligkeit. Schweißgebadet, aber erfüllt. Vielleicht sollte man die Sache mit dem
    Zenit doch noch einmal überdenken. Lieber schon mal einen Platz im Plattenschrank freiräumen.
    Am 05.04.2014 erscheint ihr neues Album „Nie Wieder Hunger“. Man darf gespannt sein.
    Fokko Wolkenstein „Nie Wieder Hunger“
    Das neue Album ab 05.04.2014
    Text: Jörn Lange