• Doors Open: 19:00
  • VVK (zzgl. VVK-Gebühr): 20,- €
Wampire / Tüsn / Warm Graves // LIGHT AND DARKNESS #1
MERCHANDISE bestätigt für das “Light And Darkness” am 05.12. im SO36
 
Nach dem überraschenden Ende von DIRTY BEACHES und der daraus resultierenden Absage, konnte die “Light And Darkness” Konzertreihe MERCHANDISE als würdigen Ersatz für die erste Ausgabe am 05.12. im Berliner SO36 gewinnen.
Gekaufte Tickets für das MERCHANDISE Konzert am 04.12. im Urban Spree behalten ihre Gültigkeit für den 05.12. im SO36.
/////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////Auch wenn früher vielleicht nicht unbedingt *alles* besser war, muss das Berliner Nachtleben beim Blick in den Spiegel doch manchmal zugeben, dass ein starker Nachholbedarf in Sachen Subkultur, Nebelschwaden und progressiver Relevanz gegenüber den 80ern nicht wegzudiskutieren ist: Schaulaufen statt Kontrollverlust und Kalkül anstelle von Affekt.
 
Eine neue Konzertreihe füllt die Lücke – für die Zielgruppe “Punk im Herzen & Wave im Plattenregal”. Ab sofort regelmäßig, und zum Start mit den Münsteraner Post-Punks von MESSER– sowie den US-amerikanischen Synthpoppern WAMPIRES,  TÜSN und den Leipziger Dystopikern WARM GRAVES. Dort, wo in den 80ern schon mal alles begann: dem SO36. Wenn schon, denn schon.
 
(Und beim Blick in den Spiegel liest unser Nachtleben dann “LIGHT AND DARKNESS“, das dort mit schwarzem Lippenstift hingekritzelt wurde.)
 

LIGHT AND DARKNESS #1

 

MESSER + Merchandise
+ WAMPIRE + TÜSN + WARM GRAVES
Präsentiert von: Kaltblut Magazine, Nothing But Hope And Passion & Noisey.com
 
Merchandise:
WARM GRAVES: Homepage | Facebook | Youtube
Tickets sind ab sofort unter www.eventim.de und krasserstoff.com erhältlich sowie bei Bis Aufs Messer, Core Tex, Vopo und an allen bekannten VVK-Stellen.
 

MESSER

Die Gruppe Messer kommt aus Münster. Das Demotape und die Single haben schon einige Wellen geschlagen. Erste Assoziationen sind Blumfeld (ganz frühe) und Fehlfarben (die erste). Manche fühlen sich durch den Gesang auch erinnert an Rio Reiser. Kann man sich bestimmt drüber streiten. Manchmal schimmert durch: die Kolossale Jugend. Aber, wie sagt man: hinten hat der Fuchs die Eier. Messer sind spröde, klirrig, rätselhaft, versplittert. Trotzdem rollt die Platte ungemein. Die Beats sind zackig, der Bass treibt kompromisslos die Herde vor sich her. Melodisch, aber vor allem tight. Die Gitarre scheint sich aber immer wieder höhnisch zu entziehen, in luftige Delay- und Geräusch-Wabereien. Und da merkt man, dass das andere Standbein Messers ganz woanders, nun ja, steht, als „nur“ im (deutschen) Post-Punk der 80er/90er: Neu! oder Can findet man hier genauso. Dunkel ist es bei Messer dennoch, Improvisation ist hier nie hippiesk, sondern immer fiebertraumhaft und monoton, da sind Expressionisten am Werk. Also: „Der Künstler möchte sein Erlebnis für den Betrachter darstellen“ (Wikipedia). Nervöse Zweifel also als Grundriss, ab und an gefüllt mit rätselhaft Fluffigem, darüber bildhafte, dunkle Texte, alles geformt zu einer ausgezeichneten Klinge. Die wahlweise in der Küchenschublade oder an Deinem Hals zu finden ist. Ich denke an Opium, die Weimarer Republik, die Surrealisten, die alles Bürgerliche vernichten wollten. Schlaflosigkeit, Ablehnung, Distanz, Sturheit, nicht mitmachen wollen. Klingt manchmal durch die Wiederholung sehr müde, dann wieder sehr wütend. Morbide Faszination an der Depression. Im Schwindel.Messer singen über „die Wut, die mich zerfrisst, weil das Leben eine Lüge ist“. Und weil richtige, nicht inszenierte Wut heutzutage in Musik nicht mehr recht vorkommen mag, haben die Münsteraner die Meinungen der Fachpresse und Musikliebhaber so gespalten, wie kaum eine andere Band dieses Jahr.