• Doors Open: 20:00

    Der internationale Frauentag wird am 08. März 2017 begangen. Deshalb wird das Motto der nächsten Veranstaltung “Feminismus” sein. Musikerinnen und Performerinnen, deren künstlerisches Schaffen von dem Anspruch geprägt ist, dass wir nun mal alle ebenbürtig sind und somit auch die gleichen Rechte haben. Am Abend des 10. März 2017 ziehen Veteranen und zukünftige Ikonen im Rahmen des ” ICH BIN EINE BERLINERIN ” Festivals (so der Titel an diesem Abend) an einem Strang und bündeln ihre Kraft auf der Bühne des legendären SO36 in Kreuzberg. Diesmal jedoch bereits ab 20 Uhr.

     

    VORHANG AUF:

    live: SLOW BOAT TO CHINA Featuring REINHARD KLEIST, POPSIMONOVA, PRADA MEINHOFF, MARY OCHER + YOUR GOVERNMENT

    Djs: RANDY TWIGG, KARINA QANIR

    MC: CAROLINA COLADA

    Patin: GABRIELE GYSI

    Fotoland: IVOOO

    Visuals: TULIP ARTS PROJECT

    www.ichbineinberlinerfestival.de

    Der Fakt, dass in dieser Branche, die sich als gesellschaftspolitisch oft besonders fortschrittlich generiert – was die Gleichberechtigung angeht – besonders laut und betulich auf der Stelle getreten wird, nervt uns auch als queere Männer! In Wirklichkeit ist das Minenfeld, was im künstlerischen Diskurs oder beim Engagement für Frauenrechte aufscheint, ein höchst Reales. Das lässt Kunst und Politik verschmelzen. Allein die männlich dominierte Medienlandschaft und auch der weltweite Netzstammtisch schafft es jeden Tag, das Wort FEMINISMUS und Frauen zu verunglimpfen und reale Diskriminierung als Kriegschauplatz zu wählen. Wir ändern den Titel deshalb gerne, um ein klein wenig mit einem guten musikalischen Fest gegenzuhalten und freuen uns auf zwei Nächte mit großartigen Künstlerinnen.

     

    SLOW BOAT TO CHINA

    So heißt die Band von Marianne Enzensberger, einer Mitbegründerin der Kommune 1. Sie gilt als „Lady Godiva des Underground”. 1984 inszenierte sie den Vampirfilm „Der Biß “ (u.a. mit Marianne Rosenberg, David Peel und Rosa von Praunheim). Buch, Film, Regie, Hauptrolle und Filmmusik nahm sie selbst in die Hand. Mit Marianne Rosenberg sang sie in den 1980er Jahren als La Rouge et la Noir. Mit Lotti Huber schrieb sie „Anita – Tänze des Lasters“. An Holger Czukays Seite spielte Sie im experimentellen Fernsehfilm „Krieg der Töne“ eine Musikproduzentin.
    Die sehr selten live erlebbare Musik von „Slow Boat to China“ seien perfekte Filme oder brüchige Skizzen, so sie selbst. Zusammen mit Ihrem neuem Ego Gerd Pasemann spielt sie mit sentimentaler oder aggressiver Attitüde, erfindet Klänge und Texte über Stars und Loser, Dichter und Obdachlose.
    Sechs Personen zählt die Besetzung heute – Gitarre, Bass, Horn, Drums, Percussion, Vocals. Die wilde Musik des aus Skater, Jugendorchestermitglied, britischem Songwriter, DJ und dem UrDuo bestehenden Ensembles ist extravagantester Poppunkrock, der diese Nacht in die bildenden Künste gespiegelt wird: ins live gezeichnete Comic von Reinhard Kleist.
    http://slowboattochina.de

    featuring REINHARD KLEIST

    Reinhard Kleist wurde für seine Comics mit Preisen überhäuft : Max und Moritz-Preis für „Lovecraft“ (Ehapa) und für „Cash – I see a darkness“. Mit „Der Boxer“ gewann er den Deutschen Jugendliteraturpreis. Vor der Biografie des jüdischen Boxers schuf Reinhard Kleist die Comic-Biografie „Castro“ und brachte im Vorfeld dazu das Reisetagebuch „Havanna – eine kubanische Reise“ heraus. Für „Der Traum von Olympia“ erhielt er den Jahres-LUCHS 2015, den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 und den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2016. Seine jüngst erschienenen „Berliner Mythen“ hat das Stadtmagazin zitty vorab veröffentlicht. Zurzeit arbeitet Reinhard Kleist an einer Comic-Biographie über Nick Cave.
    http://www.reinhard-kleist.de

    MARY OCHER + YOUR GOVERNMENT

    Sie präsentiert heute Ihre Show Release zum neuen Album „The West Against The People “.
    Als Mariya Ocheretianskaya in Moskau geboren, in Tel Aviv aufgewachsen und dort als Teil der progressiven feministische Bohemienne den Werdienst erfolgreich verweigernd, verweigert Sie sich auch im Jetzt jedem beknackten Klischee. Die Ideen zu Ihrem Debütalbum „War Songs“ (2010) stammen aus Ihrer Zeit in Tel Aviv. Es sind antimilitaristische Satiren. Sie musiziert über Machtmissbrauch und Unterdrückung und erzählt von einer Person, die auch dann nicht dazu gehören könnte, wenn sie wollte.“There is no place for us / No matter how you try«, sowas singt sie. Vermutlich schockiert ihr Auftritt deshalb so: Hier traut sich eine, sie selbst zu sein.
    2011 wurde sie vom Produzenten King Khan in einer Karaokebar entdeckt und in seine Moon Studios eingeladen mit Ihm als Produzenten wurde mit „Eden“ am 14. Juni 2013 das zweite Studioalbum Ochers veröffentlicht (Label Buback). Ihr fulminates Schaffen inspirierte auch immer ander Künstlerinnen: So begleitete Sie die scharfschillernde Autorin Sibylle Berg musikalisch auf Tour für das Buch „Vielen Dank für das Leben.“ Tieftraurige Bluesstücke, sphärische Folksongs, satirischer Punk, so wird ihr Schaffen in der Spex beschrieben. Zu hören sind Gitarre, Piano und Mary Ochers superplastisches Organ.
    Auf der Bühne steht Ocher mit ihrer Gitarre und ihrem Spielzeugverstärker aus Plastik, und sobald sie anfängt zu singen wird sich auch heute auf den Gesichtern der Leute ungläubiges Staunen breit machen. Mary Ochers Stimme klingt nicht nur ziemlich eigenartig. Sie ist durchgedreht, mächtig monströs schön und deswegen frappierend anziehend.
    http://www.maryocher.com

    PRADA MEINHOFF

    Das PunkrockRock Duo Prada Meinhoff ist Christin Nichols mit ihrem Bassisten
    René Riewer. Diese Nacht präsentieren Sie ihre erste Singel „ Maske „ ( Freudenhaus Recordings) Obwohl der Name klingelt, gibt es das Duo erst seit einem Jahr. Sie interessiert das Abgründige, das zutiefst Schlechte musikalisch abwegig auflösend neu zu erzählen und hell ins Leuten zu schleudern.
    Krude geprägt von Suzie Quatro, Peaches, Kraftwerk, Kurt Weill und altem deutschen HipHop bringen Sie einen Sound und Stil zustande, musizieren sie auf eine Weise mit deutschen Lyriks, die es einfach noch nicht gibt. Und wenn doch, dann ist es Christine Nichols egal, im Sinne von „Hauptsache, es brennt!“ Als Support von Tüsn auf ihrer gerade beendeten Deutschland Tour spielen Sie heute mehr als nur zur Singel Release.
    https://www.facebook.com/pg/pradameinhoff

    POPSIMONOVA

    Lana Jastrevski Popsimonova ist eine kroatische, neuberlinernde Komponistin, Produzentin und Songwriterin und auch Gründungmitglied der der Electroband Dekolaz .Nach der Bandspaltung startete Sie Solo als Popsimonova. Auf einmal allein, tourte Sie quer um die Welt und war Gastmusikerin bei Enfant Terrible, Romance Moderne labels und veröffentlichte Ihre erste Solo 12 inch Gooiland Elektro label on J.A.M. Traxx ( collaboration with Zarkoff)  und Ihre erste solo LP on Electronic Emergencies label 2015. Sie klingt eine wenig , wie ein pfiffiges Kind von Anne Clark und bei den Live-Shows staunt Frau, wie lässig grandiose Präsenz mit prägnanten Einflüsterungen, grossartig hämmernden Lyrics und mit einer auf die 17 vom hypnotisiernd obertanzbarem Elektrowerk zusammen gesTanzt werden können.
    https://www.facebook.com/Popsimonova/

    KARINA QANIR

    Spätestens als Resident-DJ der GEGEN hat sich Karina Qanir einen Namen als eine der energetischten DJs Berlins gemacht. Ihre dunklen, hypnothischen Sets nehmen das Publium mit auf eine intensive Reise voller Mystik und Kraft und fordern mit einer Härte wie man sie selten hört.
    Inspiriert von Post-Punk, Industrial und EBM begann sie ihre Karriere Ende der 90er in der queeren Underground Szene Berlins mit New-Wave and Alternative/Indie Rock, bevor sie Anfang des Milleniums voll und ganz in Electro und Techno eintauchte. Seither legt Karina mit großer Hingabe in den relevanten Clubs der Berliner Techno Szene auf, teilte den Dance Floor mit Peaches und Olof dreijer (The knife), und tourte in ganz Deutschland und Europa.
    Wo auch hin man ihr folgt, Karina Qanirs treibende Sets führen in einen euphorisch ekstatischen Rausch, der sich tief in die Körper einbrennt.
    https://www.facebook.com/karina.qanir

    RANDY TWIGG

    Als Musikerin und Djane aus der Rock- und Punkszene Torontos entsprungen, wurde Randy schnell von der Hauptstadt adoptiert und hat sich dort in der Alternativszene eingenistet. Ihre neuen Partys « GO-GO Grindhouse », « Pop Tart » und « Sticky Fingers » in der « Großen Freiheit » sind ein Spielplatz für Queers. Heute wird sie mit ihrem dreckigen Rock-DJ Set das SO 36 zum qualmen bringen.

    GABRIELE GYSI

    “Stimmt doch, was ich sach, oder?” Meist stimmt es wirklich. Deshalb ist die ältere Schwester von Gregor heute unsere Patin. “Ich habe mich immer gefragt, was da eigentlich passiert zwischen oben, der Bühne, und unten, dem Publikum.” 1985 zog es sie früh genervt in alle Theater des Westens. Sie hat als Schauspielerin mit Peymann und Castorff gearbeit und als Theaterregisseurin in der Republik für manchen Aufstand gesorgt. 1989 begann sie selbst zu inszenieren, zuerst den “Kuß der Spinnenfrau” von Manuel Puig im Theater am Südstern in Berlin, es folgten Moers, Oberhausen, Münster, Tübingen, Mainz, Rostock, Bonn, Köln, Aachen, Chemnitz, Karlsruhe und Berlin, darunter Georg Büchners “Woyzeck”, Heiner Müllers “Quartett”, Friedrich Schillers “Kabale und Liebe”, Samuel Becketts “Warten auf Godot”, Johann W. Goethes “Faust” (1998) und einige Shakespeare-Inszenierungen, zum Beispiel “Was ihr wollt”, “Hamlet” und “Heinrich IV”. Sie hat uns bei uns selbst bei ICH BIN EIN BERLINER so richtig kennengelernt und heute wird Sie den Abend mit einem kleinen Wink für uns beglückend beginnend. Etwas erzählen,. Sie ist eine Freundin.

     

     


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