60m2 Kunst im Klub – SO36 Projektvorstellung

Das SO36 wird vom gemeinnützigen Verein Sub Opus 36 e.V. betrieben und fördert Kunst und Kultur in Kreuzberg. Das Projekt “60m2 Kunst im Klub” wurde bisher ausschließlich aus Vereinsmitteln und mit privatwirtschaftlichen Spenden realisiert.

Früher:
Im August 1978 eröffnete das SO36 unter der Leitung von Achim Schächtele, Klaus-Dieter Brennecke und Andreas Rohé. Brennecke verkaufte ungefähr ein halbes Jahr nach der Eröffnung seine Anteile an den Maler Martin Kippenberger, die „jungen Wilden“ vom Moritzplatz hielten Einzug und versuchten die Verbindung von Kunst, Punk und New Wave zu etablieren. In dieser „wilden Zeit“ entstand auch in der Veranstaltungshalle Kunst, so malte Bernd Zimmer in zwei Nächten das Bild “1/10 Sekunde vor der Warscheuer Brücke“ – einen gigantischen, ratternden Zug – an die gesamte Länge der Wand des SO36 etwa 30 Meter lang und nur eine Nacht lang war das Monumentalwerk zu sehen, heute gehört die Hochbahn als größtes Gemälde zum Bestand der Berlinischen Galerie.
In den 80er Jahren hielten mit dem Theater Hundertfleck und verschiedenen Performances weitere Kunstformen Einzug im damals selbstverwalteten Laden.

Heute:
Auch vor dem Hintergrund dieser Geschichte hat das SO36 zu seinem 36-jährigen Jubiläum im August 2014 ein neues „Kunst im Kiez“-Projekt ins Leben gerufen. Mit der Umgestaltung des Flures in die Konzerthalle zu einem Ausstellungs- und Präsentationsforum gibt das SO36 seitdem Berliner Künstler*innen die Möglichkeit, sich für ein Jahr einem großen diversen Publikum, nämlich den Besuchern des SO36, zu präsentieren.

Bewusst legen wir vom SO36 uns bei der Kunstrichtung der auszustellenden Arbeiten nicht auf eine bestimmte Stilrichtung fest, im Besonderen bieten wir Urbaner Kunst bzw. Streetart-Künstler*innen eine Plattform. Um ein weites Spektrum der lokalen Szene präsentieren zu können, wechseln die ausstellenden Künstler*innen in einem regelmäßigen Turnus, wofür die Fläche jedes Mal wieder neutral gestaltet wird. Durch den regelmäßigen Wechsel der Ausstellungen wird sowohl der vielseitige Charakter dieser Kunstrichtungen als auch ihre vergängliche Natur erhalten und für die Betrachter_innen erleb- und begreifbar gemacht.

Wir haben uns selbst verpflichtet, auch den noch nicht sehr bekannten Künstler*innen ein angemessenes Honorar für ihre kreative Arbeit zu bezahlen, was leider gerade in Berlin alles andere als selbstverständlich ist. Mit den nötigen Materialien kommt dadurch eine relativ hohe Gesamtsumme zustande, wir wollen uns aber eben nicht an der Prekarisierung Berliner Künstler*innen beteiligen.

Wir:
Das Flurprojekt wird von Vereinsmitgliedern des gemeinnützigen Sub Opus 36 e.V. betreut, Renovierung, Künstlerbetreuung und die Entscheidung für die Künstler*innen werden im Team geplant und beschlossen.

Kontakt: Miriam, flurprojekt@so36.de Sub Opus 36 e.V. – Oranienstr. 190 – 10999 Berlin – 030/61401307

 


Projektverlauf:

Aktuell: Juni 2017vernissage_pano

Künstlerinnen Kollektiv “Mal wat Anderet” mit
„Wo steigen wir aus?“
http://so36.de/events/60m2-kunst-im-klub/
Video Dokumentation: by Matthias Zickrow
Die Künstlerinnen beschäftigen sich zusammen und unabhängig voneinander, mit demThema Stadtentwicklung und Gentrifizierung.
“Zum einen sind wir selbst ganz persönlich davon betroffen, in dem Orte, die wirliebten und an denen wir zuhause waren, verschwanden und unsere Mieten ziemlichteuer wurden. Zum anderen beobachten wir die Entwicklung neben unserer persönlichenauch auf einer Metaebene. Wir fragen uns, wie wird die Stadt in 10/20 Jahrenaussehen, was bedeutet es für die Bewohner, dass die Mieten im Kern der Stadtteilweise schon jetzt nicht mehr erschwinglich sind, gibt es Alternativen zur imMoment absehbaren Entwicklung?
Wir haben zu diesem Thema mehr Fragen als Antworten, im Zentrum des Bildes stehteine U-Bahn und die Arbeit trägt den Titel: Wo steigen wir aus?”


Februar 2017

mz-010217-SO36Leuner-28Kooperation mit C/O Berlin „Arbeiten von Thomas Leuner
Künstler: Thomas Leuner – Fotografien von 1985
www.co-berlin.org/ausstellung-im-so36
Dokumentation: www.so36.de/so36-meets-co-berlin
www.matthiaszickrow.de/SO36-meets-CO-Berlin

Am 2. Februar 2017 wurde die Rauminstallation im Eingangsbereich des SO36 mitArbeiten des Fotografen Thomas Leuner vorgestellt. Sie ergänzte seine in derAusstellung Kreuzberg-Amerika gezeigte Serie Die Etage um bislang unveröffentlichteFotografien von Konzerten wie: Gruft Gesänge in schwerer metallener Aufmachung,Lesly Woods eine Frau für alle und Schönheit und Schmerz: Barbara Nemitz macht dasSchaukeln Spaß. Im Schaufenster der Bar wurde eine Videoprojektion installiert.Fotografien und Video liessen den heutigen Betrachter in die Stimmung der 1980erJahre in West-Berlin eintauchen.
Thomas Leuner (*1948) lebt und arbeitet in Zürich und Berlin. Er gehörte zum innerenDozentenkreis der Werkstatt für Photographie 1976–86, die in der AusstellungKreuzberg–Amerika bei C/O Berlin zu sehen war. Leuner wurde bekannt durch seinesubjektiv dokumentarischen Reportagen über die Subkultur West-Berlins, insbesondereder Musikszene.


April 2016
“TURQUOISE is the new BLACK“
Künstler*innen:

Orble Orble
Age Age Age Age bei FB
Stereo Heat Stereo Heat
http://so36.de/events/vernissage
the-new-black/Flurprojekt_web
Doku Video: https://vimeo.com/160527425


“Lebensfreude ist in ihrem echten, unverfälschten Zustand eigentlich das Gegenteil der Kapitalistischen Vorstellung von Spaß. Letztere hat stets den Konsum in welcher Form auch immer sowie das in Szene setzen unserer äußeren Erscheinung zum Gegenstand. Werten und bewertet werden, darauf angewiesen sein und vor allem; nicht man selbst sein dürfen. Wenn wir ehrlich mit uns sind und die höhnische Grinsemaske des Partykapitalismus abnehmen, tritt die Freude am Moment und unseres eigentlichen Selbst in den Mittelpunkt und wir können uns und andere in unserer natürlichen Schrulligkeit feiern. Bei “Turquoise is the new Black” steht die lebendige Farbe Türkis dem finsteren Schwarz gegenüber und möchte als Metapher für die Befreiung der guten Laune und echter Liebe zum Moment verstanden werden.”


Mai 2015

tod Triumph of death malt “Geisterbahn
http://triumph-of-death.org
https://www.facebook.com/triumphodeath?fref=ts
Doku Fotos: http://so36.de/galleries/60m2-kunst-im-flur/
Doku Video: https://youtu.be/CGcFD8SrKJc

Da ToD keinen permanenten Ausstellungsraum besitzt, sind wir darauf angewiesenRäume zu finden, die wir ohne große finanzielle Ausgaben zur Verfügung gestelltbekommen. Die Stadt braucht eine lebendige Untergrundszene jenseits von Mainstreamund Vermarktungszwängen. Das gilt nicht nur für die Musik oder Streetart, dieziemlich präsent sind, sondern für alle möglichen Kunstformen!

 


August 2014Flurprojekt_1

Eröffnung des Flurs als Galerie unter dem Motto “60m2 Kunst im Klub
http://so36.de/events/60-qm-kunst-im-club/
Künstler: Czarnobyl http://czarnobyl-xter.blogspot.de/
Plotbot Ken http://kenberlin.tumblr.com/ Pisa73 http://www.pisa73.com/
Eastcross Projects Doku Video: https://vimeo.com/102927061

 


Die Neugestaltungen des Flurs wurde dankenswerterweise von folgenden Firmen / Projekten unterstützt, ohne die das nicht möglich gewesen wäre.

XL- Digitaldruck

Wasted German Youth

Rigips

Pampero

Overkill

Modulor

Irie Daily

Deine Stadt Klebt

C/O Berlin

Becks


Photos: